Biografie
Marie-Louise Oschatz studierte Tonsatz und Orchesterdirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Bereits während des Studiums begann ihre internationale Tätigkeit als Konzert- und Operndirigentin. 1995 gründete sie das Ensemble Helios 18 und war bis 2004 dessen künstlerische und musikalische Leiterin. Mit diesem Originalklang-Ensemble führte Marie-Louise Oschatz Werke des 18. Jahrhunderts auf, darunter viele selten oder seit ihrer Entstehungszeit nicht mehr gespielte Werke. Neben der regelmäßigen Konzerttätigkeit in Wien trat Marie-Louise Oschatz mit Helios 18 bei international renommierten Festivals wie z. B dem Verano Musical/Segovia, den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und den Thüringer Bachwochen/Erfurt auf. Zu den Opernproduktionen, die sie mit Helios 18 realisierte, gehören „Die Pilger von Mekka“ von Chr. W. Gluck 1999 an der Wiener Kammeroper und die Musiktheaterproduktion „Molière stirbt“ bei den „Wiener Festwochen“ 2004. Für das Plattenlabel „Naxos“ nahm sie 2001 eine CD mit Symphonien von J. L. Dussek auf.
Ihre große Begeisterung für Blütendüfte und der Wunsch, sich intensiv und fundiert mit Botanik auseinanderzusetzen, veranlassten Marie-Louise Oschatz 2002 das Diplomstudium Landschaftsplanung und Landschaftspflege an der Universität für Bodenkultur zu beginnen. Der Studienabschluss erfolgte 2012 im Masterstudium Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur mit der Masterarbeit „Duftpflanzen und Blütenduftfamilien im Duftgarten des Botanischen Gartens der Universität für Bodenkultur Wien“. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war Marie-Louise Oschatz in verschiedenen Projekten tätig, z. B. 2007-2009 im WWTF Projekt „Tast- und Duftdesign – Ressourcen für die Creative Industries in Wien“, 2010 in „BioBio” (Biodiversity Indicators for European Farming Systems), 2012-2013 in MUBIL IV (Monitoring der Umstellung auf biologischen Landbau).
Seit 2013 widmet sich Marie-Louise Oschatz in ihrer Forschung ausschließlich den Düften und Gerüchen der Pflanzen- und Pilzwelt. An der Universität für Bodenkultur Wien ist sie Lehrbeauftragte am Institut für Integrative Naturschutzforschung.